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Kalksteinbruch: Bärnreuther & Deuerlein liefert Schotter für den Straßenbau.

Frühe Verantwortung: Seit anderthalb Jahren managt Anna Bärnreuther den Fuhrpark des Familienbetriebs. Jetzt macht sie die Flotte fit für die Zukunft.

Eine Taste drückt Anna Bärnreuther heute besonders häufig auf dem Lenkrad ihrer V‑Klasse: „Anruf annehmen“. Auf dem Weg vom Tor des Schotterwerks bis zur obersten Ebene des Kalksteinbruchs geht ein Telefonat nach dem anderen ein. Externe Anfragen, interne Klärungen – für all das hat die Geschäftsführerin ein offenes Ohr und oft die schnelle Antwort. Dabei ist die 24‑Jährige seit gerade einmal anderthalb Jahren in der Unternehmensleitung. „Ein Sprung ins kalte Wasser war es schon“, sagt Bärnreuther. Im Jahr 2018 fing sie im Personalbereich an, das Fuhrparkmanagement musste sie kurzfristig übernehmen. Seitdem sind die Tage lang und die Lernkurve ist steil. Zwar kennt die Oberpfälzerin den Familienbetrieb über den Vater und ihre Onkel schon von klein auf, doch das entscheidende Fachwissen musste sie sich selbst aneignen. Innerhalb kürzester Zeit machte sie ihren Lkw‑Führerschein und ließ sich als Verkehrsleiterin zertifizieren. „Ich will auch bei technischen Fragen wissen, wovon ich spreche“, sagt Bärnreuther. 

Mittlerweile ist sie im Werk Unterweickenhof auf der höchsten der drei Ebenen – im Bergbau „Sohlen“ genannt – angekommen. Von hier aus blickt man über die Hügel der Oberpfalz, im Hintergrund ist die Autobahn 3 von Regensburg in Richtung Nürnberg zu sehen. Straßenbaustellen sind einer der größten Abnehmer des Schotters, der die fünf aktiven Werke von Bärnreuther & Deuerlein verlässt. „Wir fahren alle Körnungen, vom groben Frostschutz bis hin zum sehr feinen Schotter, der zur Asphaltherstellung benötigt wird“, sagt Bärnreuther, während gut 25 Meter tiefer ein Radlader große Kalkbrocken in einen Muldenkipper fallenlässt. Später werden sie über Brechanlagen und Siebe bis zu den Silos befördert. 

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„Wir produzieren just‑in‑time, sodass wir hier vor Ort nicht lagern müssen und das Material nicht der Witterung ausgesetzt ist“, so Bärnreuther. Die Nachfrage ist derzeit stark, der Straßenbau im Lieferbereich läuft auf Hochtouren. Und so wird am Standort Weickenhof zwei bis drei Mal pro Woche weiteres Material abgesprengt. 

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Die nächste Sprengung bereiten gerade Günther und Renate Auer vor. Die beiden Sprengmeister des Werks bohren hier oben auf der höchsten Sohle Löcher. Die werden mit Sprengstoff befüllt und dann heißt es: „Räumen!“ Anna Bärnreuther setzt sich ins Auto und fährt ans andere Ende des Steinbruchs, um die Sprengung aus sicherer Entfernung zu beobachten. 

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Sprengmeister‑Paar: Günther und Renate Auer übernehmen die Absprengung von frischem Material.

Der aus rund 90 Fahrzeugen bestehende Fuhrpark ist im Pendelverkehr zwischen den Werken und den Baustellen unterwegs. Bei Autobahnbaustellen auch schon mal nachts und am Wochenende. Deshalb legt Bärnreuther Wert auf zuverlässige Technik. Die Fahrzeuge bleiben nach dem Kauf etwa acht Jahre im Einsatz und sind trotz der Staub- und Steinmengen in einem top Zustand. Gerade läuft eine größere Flottenerneuerung, die ersten Arocs Zugmaschinen sind bereits geliefert, weitere Arocs und Actros folgen. In den Trucks sind alle verfügbaren Sicherheitssysteme sowie die MirrorCam verbaut. Bärnreuther: „Was wir jetzt kaufen, fahren wir eine ganze Zeit, da investiere ich nicht mehr in alte Technik.“

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Zu den Fahrerinnen und Fahrern wie Roswitha Mederer (rechts) hält Anna Bärnreuther engen Kontakt.

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Innovation ist der Geschäftsführerin auch bei der Fuhrparkverwaltung wichtig. Neben Mercedes‑Benz Uptime und den Serviceverträgen greift sie dabei auch auf das Angebot von My TruckPoint zurück. „Mit dieser Plattform haben wir alle Fahrzeuge mit allen Daten direkt im Blick, können auf die Serviceverträge zugreifen und die exakt zur Fahrgestellnummer passenden Ersatzteile sofort bestellen. Als mir diese Lösung angeboten wurde, habe ich sofort zugesagt.“ Auf die noch kommenden Neuerungen ist Anna Bärnreuther schon sehr gespannt. „Schauen wir mal, was da so kommt“, sagt sie und blickt kurz ganz entspannt aus dem Seitenfenster hinunter in den Steinbruch. Dann klingelt schon wieder das Telefon.

Das bietet My TruckPoint.

Weniger Verwaltungsaufwand – das hat sich My TruckPoint auf die Fahne geschrieben. Die Plattform zeigt dem Flottenmanager zum Beispiel alle technischen Daten, die Fahrgestellnummer und die eindeutige Fahrzeugzuordnung. So lassen sich Mercedes‑Benz Original-Teile direkt aus dem System heraus bestellen. Darüber hinaus bietet My TruckPoint nicht nur die Onlineverwaltung von Serviceverträgen, sondern auch das Aktivieren und Deaktivieren von Fleetboard-Diensten an. Weitere Pluspunkte: Der Flottenmanager erhält Neufahrzeugangebote direkt über das Portal, und der Status einer Bestellung wird kontinuierlich in My TruckPoint abgebildet.

My TruckPoint <br>by Mercedes-Benz.

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Fotos: Matthias Aletsee
Video: Martin Schneider‑Lau